SEMO level5
TRINAMO AG
Etienne Yves
Wässermattstrasse 8
5001 Aarau

Tel.: 062 834 51 15
yves.etienne@trinamo.ch

Blog

Mein Weg zum SEMO level5

2019 war ein verrücktes Jahr. Ich habe mich gerade erst in meiner Lehre eingewöhnt, als plötzlich das Gefühl in mir aufkam, dass dieser Beruf doch nichts für mich ist. Ich verdrängte das Gefühl erfolgreich. Auf jeden Fall für die ersten paar Monate. Je weiter das Jahr voranschritt, desto intensiver wurden diese Gefühle und desto weniger konnte ich ihnen ausweichen. Als es dann in die Sommerferien ging, war ich sehr erleichtert. Ich genoss die eine Woche mit meinen Freunden in den Bergen sehr. Als diese Woche dann vorbei war und es wieder in Richtung Arbeit ging, schossen alle diese negativen Gefühle in mir hoch, wie ein Vulkan. Ich meldete mich krank und ging nicht zur Arbeit. Das Gespräch mit meinen Eltern war nicht weit entfernt. Ich sagte ihnen, dass ich nicht mehr kann und nicht mehr will. Sie waren etwas verwirrt, da ich zuvor nie etwas gesagt habe, wollten aber nur das Beste für mich. Wir kamen zu dem Entscheid, das Lehrverhältnis aufzulösen. Gesagt, getan.

Nun hiess es für mich eine Anschlusslösung zu suchen. Ich sass einen Monat zu Hause und verbrachte die Tage damit, Anschlusslösungen zu suchen und mich zu langweilen. Irgendwann stiess mir ein Name ins Auge: «SEMO Level5». Ich wurde neugierig und klickte ihn an und las mir die Webseite durch und war sofort total begeistert. Als ich dann den Termin bei meinem RAV Berater hatte und er mich fragte, was ich tun will, nannte ich das SEMO Level5. Er gab mir eine Broschüre, welche ich zuhause durchlas. Es dauerte nicht lange bis ich meinem Berater eine E-Mail schickte, in welcher ich ihm mitteilte, dass ich dem SEMO Level5 gerne beitreten möchte. Er klärte ab, ob es noch freie Plätze gibt. Einige Tage später war eine Einladung zu einem Kennenlerngespräch in meinem Briefkasten.

Ich ging zum Termin, wobei ich Schwierigkeiten hatte, da mein Handy meine Position nicht richtig angezeigt hatte und ich das Gebäude nicht auf Anhieb fand. Als ich dann endlich dort eintraf, begrüsste mich Herr Etienne freundlich. Wir gingen zusammen ins Bildungszimmer und er erklärte mir, wie das SEMO funktioniert. Ich unterschrieb die Regeln, ging nach Hause und freute mich auf den Start. Am 2. September war es dann soweit, mein erster Tag im SEMO Level5. Ich war sehr aufgeregt, als ich das Gebäude betrat. Es waren schon ein paar Leute da. Ich setzte mich hin und wartete. Irgendwann kamen dann die Lehrkräfte und stellten sich vor. Mir waren alle von Anfang an sehr sympathisch. Wir mussten einen Eintrittstest machen, damit wir in verschiedene Leistungsgruppen eingeteilt werden konnten. Wir bekamen Hilfe beim Bewerben, wir konnten Deutsch und Mathe lernen und in einer Werkstatt arbeiten. Ich war jedoch nicht lange in der Werkstatt, da ich sehr schnell einen Einsatzplatz im Recycling hatte. Dort arbeitete ich mit viel Spass jeweils von Mittwoch bis Freitag.

Es wurde Dezember. Ich bekam das schönste Weihnachtsgeschenk, welches ich mir vorstellen konnte, eine Lehrstelle. Als ich dies erfuhr, war ich überglücklich. Jetzt geht es darum ein Brückenangebot zwischen Ende SEMO und anfangs Lehre zu suchen. Ich werde die Weihnachtszeit in vollen Zügen geniessen, da ich mit ein paar Freunden in die Ferien fahre. Danach wird es für mich langsam Zeit das SEMO zu verlassen. Dieser Gedanke macht mich sehr traurig, da ich die Zeit im SEMO sehr genossen habe. Ich freue mich auf meine Lehre und werde mich 2020 voll reinhängen und mich auf den Lehrabschluss fokussieren. Denn dank dem SEMO weiss ich, dass dies mein Traumberuf ist.